Hagen Schümann

September 28, 2008

Vernissage im Verwandlungsamt

Einsortiert unter: Kunst — schuemannhagen @ 8:50 vormittags

Wie angekündigt nun ein Kurzbericht über die die Vernissage  von Fritz Fabert im Verwandlungsamt in Brandenburg.

Eine Bestandsaufnahme der Überbleibsel vergangener Zeiten. Fritz Fabert zeigt Fotos von Fündstücken aus nach der Wiedervereinigung geschlossenen und bis heute verfallenen Gebäuden aus Industrie, Gesundheitswesen und Militär.

Alles in allem eine runde Sache. Leider bin ich nicht dazu gekommen mit dem Künstler zu reden deswegen will ich auch hier nicht mehr über die Arbeiten sagen. Die Eröffnung war sehr angenehm, nette Leute, lecker Wein und gute Gespräche.

grüße

Hagen

September 27, 2008

Helfer

Einsortiert unter: Kunst — Schlagworte: , , , , — schuemannhagen @ 12:22 vormittags

Hilfe naht, unser Bewusstsein geschärft über die Generationen. Wie wichtig ist die Umwelt, wie wichtig Charity, wo blieben wir ohne reines Gewissen? Wer traut sich noch böses zu tun? Konkurrieren wir um die Marktanteile in Dingen Wohltätigkeit, schmücken wir uns mit den Symbolen des Guten. Wir kleiden uns in Political Correctness und verkaufen uns als Heilige. Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein, die erste Granate. Nicht nur Sex lässt sich verkaufen, nein auch Helden braucht die Welt. Helden des Alltags und Übermenschen, die in ihren Taten rein und ohne Tadel sind.

September 26, 2008

Zuckersüß

Einsortiert unter: Kunst — Schlagworte: , , , , — schuemannhagen @ 12:29 nachmittags

Lecker sind sie und es ist schon sehr verführerisch, ja zum anbeißen. Regale gefüllt mit Süßwaren; Süchtigmacher, frei verkäuflich, gar nicht schädlich. Eine kleine Sünde hie und da. Was macht die  Volksdroge Zucker? Leuchtende Kinderaugen. Fördert ungewolltes Wachstum, sprengt die Zähne. Und wieder kommt sie in harmlosem Gewand, verspricht die Ausschüttung von Glückshormonen, zerfließt unendlich sanft auf Jedermanns Zunge. Keiner kann hier ewig widerstehen. Bunt verpackt, zuckersüß und ohne Warnhinweise.

Hausapotheke

Einsortiert unter: Kunst — Schlagworte: , , , , — schuemannhagen @ 12:11 nachmittags

Schon in tiefster Vergangenheit haben sich Medizinmänner auf den 6 Kontinenten zusammengerottet um Beeren und Kräuter zu bitteren Arzneien zu verarbeiten. Die Vorgänger moderner Pharmazeuten, die jedes noch so schwere Leiden mindern. Cocktails aus bunten Pillen verlassen klinische Labors , werden verschluckt und lösen alle unsere Probleme. Dem Aspirin verdanken wir unsere Existenz und ohne Antibiotika würden wir heute noch auf Bäumen leben. Gesundheit darf man sich was kosten lassen. Gesundheit ist unbezahlbar. Kaufen wir lieber etwas mehr davon, es kann uns nicht schaden.

ZEIG WAS IN DIR STECKT

Einsortiert unter: Kunst — Schlagworte: , , , — schuemannhagen @ 9:10 vormittags

„ZEIG WAS IN DIR STECKT“ hat den Kampf aufgenommen. Bunte, vertraute Symbole springen dem Betrachter ins Auge, ihre ursprünglichste Funktion ist es zum Kauf zu animieren; hier zieren sie tödliche Waffen. Granaten die den einen Zweck erfüllen, möglichst vielen Schaden zuzufügen. Die Objekte wirken beinahe niedlich in ihrer Vielfalt und Farbenpracht, wie Kinderspielzeug und es drängt sich die Frage auf ob diese Symbole ihren Träger verharmlosen, oder ob das ganze doch umgekehrt funktioniert.
Schümann will mit Gegensätzlichkeiten spielen, wählt bewußt auch die Logos solcher Firmen und Organisationen die ihr Image weitab stellen würden von der Brutalität von Krieg und Tötung, trifft  damit aber voll den Nerv, zeigt sie nackt in ihrer Funktion. Der Mensch ist in seinem täglichen Leben ständig einem Granatenhagel ausgesetzt der aus Symbolen, aus Firmenlogos und der gleichen besteht. Er bewegt sich durch eine Umwelt von Schildern, Werbetafeln und ist letztlich nicht einmal in seinem eigenen Haushalt davor in Sicherheit. In der modernen zivilisierten Gesellschaft bleiben uns keinerlei Optionen, die Konfrontation ist unausweichlich, die bewußte Wahrnehmung oftmals unterdrückt, wir entfliehen in die Gleichgültigkeit und lassen auf uns wirken, was wir ohnehin nicht verhindern können.

Hagen Schümann trifft in seiner Arbeit den Punkt, die Verniedlichung wird zum Paradoxum und der Widerspruch der entsteht zeigt die Wahrheit auf.

September 25, 2008

Hello world!

Einsortiert unter: Kunst — Schlagworte: , , , — schuemannhagen @ 1:55 vormittags

Hallo, hier nun wie seit längerem angekündigt mein Blog. Ich werde mich bemühen die nächsten Tage und Wochen einige Arbeiten und Texte hier einzustellen. Am Samstag bin ich zu einer Ausstellung im Verwandlungsamt in Brandenburg eingeladen über die ich einen kleinen Bericht schreiben werde.

bis dahin
Grüße Hagen

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