In den letzten Wochen war ich viel unterwegs und hatte eine schöne Zeit.Los ging es mit einer kleinen Reise von Hamburg nach Brandenburg um meinen Geburtstag ein wenig zu feiern und Freunde sowie Eltern mal wieder zu sehen. Für meine Gäste gab es meine leckeren Tomaten-Mozzarella-Häppchen und als Hauptgang Garnelen die mit Knoblauch und Paprika angebraten mit einer Kokos-Chili-Sauce auf Wildreis. Meine Gäste waren denk ich ganz zufrieden mit meinen Fähigkeiten als Koch(oder sie waren zu freundlich/ängstlich mir die Wahrheit zu sagen). Mojitos gab es selbstverständlich auch, und ich denke es war ein recht netter Abend.
Am Tag darauf ging es mit dem Schlafzug Richtung Stuttgart. Ich hatte ein ganzes Großraumabteil mit Liegesesseln fast für mich allein. Wunderbar dachte ich…da werde ich ja gut schlafen können. Diese Rechnung hatte ich jedoch ohne den Fahrgast gemacht mit dem ich mir das Abteil teilen musste. Kein Witz ich dachte wirklich die erste halbe Stunde das dieser arme Mann wohl bald aus dem Leben treten würde, so geröchelt hat der. Ich hab glaube ich mein ganzes leben noch niemanden so laut und widerwärtig schnarchen hören. An Schlaf war in diesem Wagen auf keinen Fall zu denken also Nietzsche lesen und hoffen das dieser Mann es bald überstanden hat. Angekommen in Stuttgart musste ich mit entsetzen feststellen das mein Lieblings-Tomaten-Mozzarella-Brötchenbäcker wohl das Schicksal ereilt hatte das dem Mann im Zug kurz bevor stand. Vielleicht hat ihn die Bäckermafia beseitigt denn an der Stelle wo früher sein Laden war war jetzt ein anderer Bäcker der wohl zu einer dort sehr verbreiteten Kette gehört. Die Tomaten-Mozzarella-Brötchen sahen ganz mickrig, trocken und alles andere als lecker aus.
Sichtlich geknickt machte ich mich auf den Weg zur Freien Kunstakademie Nürtingen. Dort angekommen traf ich einige mir bekannte Menschen und wartete auf meinen Exdozenten Armin Bremicker. Der kam auch nach einiger Zeit und wir fuhren erstmal Richtung Tübingen. Dort gab es in einem etwas zwielichtigen Etablissement Rostbraten, Bratensoße und Kartoffelsalat (für unter 7€!!!) und ganz viel Bier. Der Teller war riesig das Fleisch war sehr gut jedoch mag ich diesen Kartoffelsalat mit Essig nicht der im Süden gern gegessen wird…aber für den Preis kann man nicht meckern.
Am folgenden Tag passierte das selbe nochmal nur diesmal ohne Rost braten sondern mit meinen Tomaten-Mozzarella-Häppchen die ich für Armin und seine Frau machte (i Love it).
Freitag bekam ich dann mein Abschlusszeugnis… Yeahhhh 1,2 war meine Endnote, damit hatte ich nicht gerechnet. Na dann kann ich ja so schlecht gar nicht sein dachte ich und beschloss noch einen Abend mit einem ehemaligen Kommilitonen zu verbringen. So einen tollen Abend hatte ich schon lange nicht mehr, nette Menschen, lange Gespräche und Getränke 4 free.
Die Tage hätten kaum schöner sein können aber wie das nun mal so ist, muss man ja irgendwann auch wieder nach Haus. Also ab in den Zug und hoffen das man noch ein paar Stunden wach bleibt, man will ja nicht völlig überrascht in Köln von den Worten: „Endstation bitte alle Aussteigen“, geweckt werden.
Grüße Hagen
Bild: Fabian Kühfuß